Fahrradfahren in der Provence

Dem Fahrradfahren kommt in der atemberaubenden Landschaft der Provence eine besondere Bedeutung zu. Nicht nur lässt sich die pittoreske Region hervorragend mit dem Rad erkunden, auch sind die Hügel des Luberon und der anderen provenzalischen Gebirgszüge ein willkommenes Terrain für den Profiradsport. Oft wird die Provence daher einzigartiger Schauplatz der weltberühmten Tour de France und bietet ihr einige außergewöhnliche Etappen. Besondere Berühmtheit erlangt die Region jedoch aufgrund ihrer spektakulären Etappen bei der Tour de France, die nicht nur national immer wieder für Schlagzeilen sorgen.

Unterwegs mit dem Fahrrad

Die Provence ist das Paradies des Radsports schlechthin. Egal, ob Hochleistungssportler, Radprofi, Amateur oder als Familienausflug – die herrliche provenzalische Landschaft lädt jede/n zu einer Tour auf dem Fahrrad ein. Auf gut ausgebauten Radwegen oder abenteuerlichen Mountainbiketrails in den Höhen der provenzalischen Gebirge kommt jeder Radler auf seine Kosten. Die Region weiß um ihre besondere Anziehungskraft in der Radszene, gehört das Fahrradfahren schließlich nicht nur als touristische Attraktion zum festen Bestandteil der hiesigen Kultur. Die Provenzalen selbst genießen das Fahrradfahren egal ob als Profi oder Amateur, ob groß oder klein, inmitten der Felder oder hoch in den Bergen – sie machen vor, wovon die Radbegeisterte oft träumen. Nicht verwunderlich ist es außerdem, dass aus der Provence einige professionelle Radfahrer stammen, die sich auf internationaler Bühne behaupten.

Selbstverständlich ist die Provence daher auch beliebtes Reiseziel für Fahrradenthusiasten aus allen Ecken der Welt. Viele reisen mit dem Fahrrad an und erkunden die atemberaubende Landschaft und herausragende Kultur mit dem Rad. Denn die Provence ist keineswegs nur etwas für ambitionierte Radsportprofis. Schließlich eignet sich das Rad hervorragend, um die herrliche provenzalische Natur zu entdecken. Egal ob im Duft der Lavendelfelder, entlang der Olivenhaine, inmitten von Weinstöcken oder in den Wäldern der sanften Hügel – mit dem Fahrrad ist man der atemberaubenden provenzalischen Natur so nahe wie sonst kaum. Auch um eine Tour durch die vielen pittoresken Dörfchen zu unternehmen, eignet sich das Rad bestens, denn die Ortschaften lassen sich ideal mit kurzen Strecken durch die Landschaft verbinden.

Das eigene Rad muss dabei nicht zwingend mitgebracht werden. Viel authentischer kann es sein, sich bei einem der zahlreichen Fahrradverleihe ein geeignetes Rad auszuleihen, die in vielen der Dörfer wie Coustellet, Isle-sur-la-Sorgue, Bonnieux oder Roussillon zu finden sind und wo manchmal der ein oder anderen Geheimtipp zum Radfahren in der Umgebung erfahren werden kann. Nun steht einem Ausflug in die grandiose Landschaft nichts mehr im Wege, man muss sich nur zwischen den zahlreichen Routen entscheiden, die es zu erkunden gilt. Denn die Region unterstützt das Radfahren in besonderem Ausmaß. Hier gibt es daher zahlreiche Radwege, die gut ausgebaut genau auf die beliebte Aktivität abgestimmt sind und ebenfalls gut markiert sind, sodass es ein Leichtes ist, der gewählten Route zu folgen. Dabei geben verschiedene Anbieter Um einen Überblick über die bunte Vielfalt an Wegen, Touren und eine Idee für den Ausflug mit dem Rad zu gewinnen, lohnt sich der Blick bei einer der zahlreichen, zum Teil von staatlicher Seite unterstützen Anbieter, die Routen für alle Anlässe präsentieren. Für dem Luberon empfiehlt sich ein Blick auf die wunderschönen Strecken von „Vélo Loisir Provence“ (https://de.veloloisirprovence.com/page/der-luberon-mit-dem-fahrrad+11133.html) Ebenfalls empfehlenswert ist ein Blick auf https://de.francevelotourisme.com/, um sich über schöne Routen mit dem Rad nicht nur im Luberon zu informieren.

Radrennen

Insbesondere, wenn einer der Etappen der Tour der France durch die atemberaubende Landschaften der Provence führt, erfährt die Region oft einige Aufmerksamkeit. Berüchtigt ist vor allem eine der möglichen provenzalischen Etappen der Tour de France der Anstieg auf den 1909 Meter hohen Mont Ventoux. Der Gigant der Provence gehört zu den drei heiligen Bergen des Radrennens und ist vor allem wegen seines außergewöhnlichen Klimas mit stürmischen Böen, stechender provenzalischer Sonne und kahlem Kalkstein bei den Radprofis gefürchtet. Zwar führte die Strecke der Tour bisweilen nur 17 Mal über den provenzalischen Riesen, doch ist der Mont Ventoux ein wahrer Mythos in der Radszene. Dabei ist er besonders mit der tragischen Geschichte des Radprofis Tom Simpson verbunden, der 1967 auf dem kahlen Gipfel des Mont Ventoux sein Leben ließ. Seitdem ist der provenzalische Berg zu einem Mahnmal gegen Doping und Leistungsdruck nicht nur im Radsport. Damit ist der Mont Ventoux eines der berüchtigt-beliebten Ziele in der Provence für Radenthusiasten, die den Anstieg mit dem Fahrrad als beliebte Herausforderung alljährlich meistern und den Extrembedingungen trotzen.

Dabei gehört das Fahrradfahren zum Lebensgefühl aller Provenzalen, schließlich erregt nicht nur die „Tour de France“ hier allgemeines Aufsehen. Vielmehr werden jedes Jahr verschiedene Radrennen organisiert, die allesamt als professionelle Wettbewerbe anerkannt sind. Die einzelnen Regionen und Départments der Provence liefern sich dabei regelrecht einen Wettkampf um die Radrennen in der Provence. Dabei gründet die Freude am Fahrradfahren auf eine lange Tradition. Denn bereits in den frühen 1920er Jahren wurden hier international anerkannte Radrennen organisiert, die Langezeit beliebte Wettkämpfe für Radprofis aus allen Ecken der Welt waren. Wurde zunächst die „Tour du Sud-Est“ in regelmäßigen Abständen von 1919 bis 1983 veranstaltet, kam zu ihr die „Tour de Vaucluse“, die ab 1923 jährlich veranstaltet wurde. Hier maßen Radler aus aller Welt im Radfahrerparadies der Provence ihre Kräfte. Beide Touren werden heute jedoch nicht mehr veranstalte, trat an ihre Stelle jedoch eine die gesamte Provence erfassendes Radrennen. Nach einer langen Durstpause nahm sich die Regionalzeitung „La Provence“ dem beeindruckenden Erbe ihrer zurückliegenden Radrennen an und veranstaltete 2016 das erste Mal die „Tour de Provence“. In drei Etappen führt das Radrennen mit internationaler Besetzung durch das Département Bouches-de-Rhone und endet in der provenzalischen Hauptstadt Marseille.

Hinterlasse einen Kommentar