Der Luberon und seine Weine

Was wäre die Provence und damit der Luberon ohne ihre einzigartigen Weine?

Ob frische Rosés, überraschend elegante Weißweine oder samtige Rotweine, in denen die ganzen Aromen der Provence stecken – im Luberon gibt es eine Vielzahl Winzer, die ihr Handwerk verstehen und hervorragende Weine erzeugen.

Côtes du Luberon

Die Nordseite des Luberon bildet ein ganz besonderes Terroir, kalkhaltig, sandig und steinig, auf dem bereits in der gallo-römischen Zeit Reben angebaut wurden. Einige der steinigeren Parzellen geben nachts die tagsüber gespeicherte Wärme an die Reben zurück und ermöglichen so die Entfaltung der ganzen Finesse der Aromen der verschiedenen Rebsorten, insbesondere der des Syrahs.

Das sehr kontrastreiche Klima dieses Terroirs birgt einen außergewöhnlichen Vorteil für die Weinbauern. So kann das Jahr für den Weinanbau in Trockenzeiten und Regenzeiten unterteilt werden. Im Winter herrscht eine kurze Trockenzeit vor, auf die im Frühling eine Regenzeit folgt und es im Sommer wieder zu einer langen und ausgeprägten Trockenzeit kommt, wofür der Regen im Herbst umso reichlicher und heftiger ausfällt. Dieser regelmäßige Wechsel Trocken- und Regenzeit stellt sich als ideal für den Weinanbau dar.

Zudem begünstigen die großen Temperaturschwankungen, mit häufigen Frösten im Winter im Gegensatz zu den sehr heißen und trockenen Sommern, und eine durchschnittliche jährliche Sonnenscheindauer von 2700 Stunden die Erzeugung von einzigartigen Weinen mit einer reichen und vielfältigen Ausdruckspalette. Der Mistral sorgt für eine sehr niedrige durchschnittliche Luftfeuchtigkeit, reinigt die Rebstöcke und hilft, sie auf natürliche Weise vor Krankheiten zu schützen.

Dieses besondere Weinbaugebiet trägt den Namen „Côtes du Luberon“ und besitzt seit 1988 das Qualitätssiegel AOC (Appellation d’Origine Contrôlée). Die Appellation gehört zum Weinanbau-Gebiet der Rhône und gehört damit zur ältesten Weinregion Frankreichs. Das Durchschnittsalter der Rebstöcke beträgt 25 Jahre in der AOC und 15 Jahre bei den Vins de Pays.

Hier werden auf einer Fläche von etwa 3.400 Hektar Rebfläche in 36 Weinanbaugemeinden jährlich etwa 170.000 Hektoliter Wein produziert.

Rebsorten

Zum Großteil wird im „Luberon“ Rotwein gekeltert, wofür als Hauptrebsorten Grenache, Syrah, Mourvèdre, Carignan und Cinsault zugelassen sind. Dabei müssen Grenache und Syrah gemeinsam auf einen Anteil von mindestens 60% kommen, wobei die Nebensorten momentan höchstens 10% ausmachen dürfen und auf längere Sicht nicht mehr in den Cuvées des Luberon zu finden sein sollen.

Für den Rosé werden dieselben Sorten wie für Rotweine verwendet, es dürfen jedoch bis zu 20% weiße Rebsorten hinzugefügt werden.

Zu den Hauptrebsorten für die Weißweine zählen Grenache Blanc, Clairette Blanche, Bourboulenc, Ugni Blanc und Vermentino. Dabei begünstigt das etwas kühlere Klima in dieser Appellation das Keltern von Weißweinen im Gegensatz zu der umliegenden Appellation.

So nutzen fast 500 unterschiedliche Winzer diese einzigartige Region zum Keltern ihrer ganz besonderen Weine, die sich oft in den verschiedenen Weingütern, den „domaines“, probieren lassen.

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